Funktionelle Medizin und Stressmedizin

Die Grundlagen der Funktionellen Medizin und Stressmedizin bilden die funktionelle Anatomie, die Physiologie, die Biochemie und die Genetik des Menschen.
Dieser ganzheitliche Blickwinkel der Funktionellen Medizin und Stressmedizin ermöglicht eine Medizin, in der die biochemische Individualität des einzelnen Menschen im Mittelpunkt steht.
Sie ist eine wissenschaftsbasierte Ursachenmedizin, um Auslöser für Veränderungen des Befindens bis hin zu chronischen Erkrankungen zu finden. Das tiefe Verständnis des Ineinandergreifens vieler biochemischer und physikalischer Faktoren und eine differenzierte Diagnostik erschaffen die Basis für eine Therapie, die funktioniert, die in Richtung Heilung zu bewegen vermag.
Die Funktionelle Medizin und Stressmedizin ermöglicht eine Blickwinkelerweiterung der üblichen Diagnostik und Therapie von der Prävention bis hin zu chronischen Krankheiten.
Psychoemotionale Blockaden werden immer in der Diagnostik und Therapie mit einbezogen, da sie bekannter Maßen einen großen Einfluss haben bei der Entstehung von Krankheiten. Stresserleben prägt unser „Emotionales Gehirn“ und hat Auswirkungen auf unseren gesamten Körper, bis hin zu Veränderungen auf zellulärer Ebene.

Viele Patienten waren bereits bei vielen Therapeuten ohne sich kräftiger oder gesünder zu fühlen und die gängigen Laborbefunde sind in der Norm, obwohl sie sich krank und geschwächt fühlen.
Häufig haben diese Menschen „leise“ im Hintergrund ablaufende Entzündungen, oft schon lange bestehend, Mineralstoff-, Vitamin-, Enzym-, Hormonmängel oder andere Mangelzustände.
Zusätzlich leiden viele Patienten unter Schwermetallbelastungen und anderen umweltbedingten Einflüssen, die zu Stoffwechselentgleisungen führen. Durch alle diese Vorgänge können Systemerkrankungen entstehen und aufrecht erhalten werden, wie z.B. Autoimmunerkrankungen, Organerkrankungen und Kräfteverlust.

Durch eine sehr detaillierte Anamnese und die entsprechenden Laboruntersuchungen können die oft tief schlummernden Auslöser für die krankmachenden Prozesse ermittelt werden.
Im Zentrum der Diagnostik stehen immer auch der Darm mit seinem Mikrobiom und die Ernährung. Verleiben wir uns ständig Nahrungsmittel ein, die unser Körper nicht verträgt, kommt es zu signifikanten Veränderungen in unserem „System“, die eine Kaskade von krankmachenden Prozessen nach sich ziehen können. Zwischen dem Darm und dem Gehirn findet eine ständige „Kommunikation“ statt. Vom Gehirn ausgehend, finden wiederum wichtige Regulationsmechanismen auf den gesamten Körper statt, die pathologisch oder physiologisch sein können und somit einen großen Einfluss auf unser Wohl- oder Unwohlsein haben.

Bild: Synaptische Übertragung von Nervenzelle zu Nervenzelle

Deutlich machen möchte ich an dieser Stelle, dass unser „Gesamtsystem Mensch“ aus dem Ineinandergreifen vieler Zahnräder besteht, die zu berücksichtigen es gilt, um eine sinnbringende Diagnostik und hilfreiche Therapie zu ermöglichen.
Die Diagnostik erfolgt über Stuhl-, Blut-, Urin- und Speicheluntersuchungen.

Nach gründlicher Auswertung der Laborbefunde schließt sich die individuelle Therapie an. Diese beinhaltet das „Ausschalten“ der ursächlichen Blockaden: Psychoemotional, Nahrungsmittel, versteckte Infektionen und Toxine sowie das „Auffüllen“, was im Mangel ist (inklusive Aufbau des Darmmikrobioms) und den Körper durch Entgiftung von dem zu befreien, womit er belastet ist.

Die Darmdiagnostik über den Stuhl (Probenentnahme Zuhause) gibt unter anderem Auskunft darüber, ob eine bakterielle Fehlbesiedlung des Darms vorliegt, ob Pilze oder Parasiten vorhanden sind, Entzündungen vorliegen, eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand besteht (Leaky Gut) oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten bestehen.
Hierüber erhalte ich Hinweise zu den Hintergründen von z.B. Magen- und Darmbeschwerden, Hautausschlägen, Allergien, Depressionen, chronische Müdigkeit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, einem gegebenenfalls geschwächten oder überreagierenden Immunsystem und anderen Beschwerdebildern.
Der Darm bietet mit 300-400 m² Oberfläche (Fläche eines Fußballfeldes) den größten Teil unserer Körperoberfläche und steht im ständigen Austausch mit der Umwelt.
Ca. 80% der Immunantwort kommen aus dem Darm und nur hinter einer intakten Darmschleimhaut kann sich auch ein intaktes Immunsystem befinden.

Wir haben viel mehr Darmbakterien als Körperzellen und brauchen die Darmbakterien für ein ausgewogenes Leben. Stress und Medikamente, besonders Antibiotika, können die Darmflora ins Ungleichgewicht und somit den ganzen Menschen aus dem körperlichen und psychischen Gleichgewicht bringen. Die Folgen können Unwohlsein, Kräfteverlust und Krankheiten bedeuten. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen die Zusammenhänge zwischen dem Darm und vielen Erkrankungen auf.

Viele weitere Laboruntersuchungen führe ich je nach Beschwerdebild im individuellen Fall durch, um die bestmögliche Therapie für den Patienten möglich zu machen.

Für mehr Lebensqualität, Vitalität, Kraft, Freude und Leichtigkeit…